Blicken optimistisch in die Zukunft: Thomas Palus (l.) und Joachim Sandner.

Blicken optimistisch in die Zukunft: Thomas Palus (l.) und Joachim Sandner.

Volksbank Ludwigsburg regional und digital auf Zukunftskurs

Bilanzpressekonferenz 2020

Die Volksbank Ludwigsburg hat in einem erfolgreichen Jahr 2019 zahlreiche Weichen für die weitere Zukunft gestellt und zugleich ein wirtschaftlich solides Geschäftsergebnis erzielt.

„In großer Verantwortung vor unseren mehr als 83.000 Mitgliedern und mit Stolz auf die Leistungen unserer Mitarbeiter haben wir eine Fülle von Aufgaben gemeistert“, stellen der Vorstandsvorsitzende Thomas Palus und sein Stellvertreter Joachim Sandner mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr zufrieden fest. Im Zentrum des wirtschaftlichen Handelns als genossenschaftliche Einrichtung von Bürgern stehe unverändert das Gemeinwohl aller Mitglieder und Kunden. Dazu bedürfe es einer unverändert regionalen Ausrichtung und eines zeitgemäßen Geschäftsmodels.

Eine neue Volksbank Ludwigsburg

Die politisch gewollte Zinslandschaft sowie der gesellschaftliche und digitale Wandel machen es laut Palus zwingend notwendig, dass sich Banken zum Erhalt ihrer Zukunftsfähigkeit in vielen Bereichen neu erfinden. Dies gelte insbesondere für Regionalbanken mit ihrem klassischen, kundenorientierten Geschäftsmodell. Europaweit habe die EZB seit 2014 mit der Einführung von Negativzinsen über 25 Milliarden Euro von den Banken kassiert und damit auch in Deutschland den Vermögensaufbau von Millionen Sparern und Versicherten zunehmend gefährdet.
„Gerade aus unserem genossenschaftlichen Kontinuitätsgedanken heraus galt es zu handeln“, schildert Palus Meilensteine des Umbaus im zurückliegenden Jahr. Nach dem Vorstandswechsel im Frühjahr 2019 habe Aufbruchstimmung im ganzen Unternehmen geherrscht: Die Privatkundenbetreuung der Volksbank Ludwigsburg wurde neu organisiert, die früheren Niederlassungen in Bietigheim, Marbach und Vaihingen zusammen mit Räumlichkeiten in der Ludwigsburger Bankzentrale zu Beratungscentern ausgebaut. Um diese Standorte herum entstanden vier stärker regionalisierte Marktbereiche mit besonderem Fokus auf die Kundenberatung. Zahlreiche Kundenberaterstellen wurden neu besetzt und so hatte die Bank zum Jahresende 2019 sogar etwas mehr Mitarbeiter als bei Jahresauftakt. Die Mitarbeiterzahl stieg im Jahresverlauf 2019 um 2,3 Prozent von 302 auf 309.

Ebenfalls gestartet wurden interne Projekte zum Ausbau der Digitalisierung und Omnichannel-Kundenbetreuung. Mit dem strukturellen Umbau ist auch ein kultureller Wandel verbunden: Ein lebendiges und innovatives Vorschlagswesen, mehrere Zukunftswerkstätten mit umfassender Mitarbeiterbeteiligung sowie neue Arbeitsformen und eine moderne Kleiderordnung sind bereits heute Ausdruck der „neuen Volksbank Ludwigsburg“.

Geschäftsentwicklung im Plan

„Wir waren auch 2019 eine erfolgreiche, nachhaltige Volksbank sowie zuverlässiger Partner für die Lebensplanung aller Mitglieder und Kunden“, verweist Sandner auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bank im Vorjahr.
Den anhaltend hohen Zuspruch aus der Bevölkerung zeige auch die weiter wachsende Zahl der Mitglieder. Diese habe mit 83.089 zum Jahresende die nächste Tausendermarke übersprungen.
Die Bilanzsumme der Volksbank Ludwigsburg lag am 31.12. 2019 dank wachsender Kundeneinlagen und einem guten Kreditgeschäft mit 2,185 Milliarden Euro rund 2,2 Prozent oder 47 Millionen Euro über dem Vorjahrswert.
Vor allem das Kundenkreditgeschäft im Bereich Baufinanzierungen und bei gewerblichen Krediten trug mit einem Plus von 4,9 Prozent auf jetzt 1,205 Milliarden Euro zum Wachstum der Bank bei. Die Kundeneinlagen wuchsen mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 1,733 Milliarden Euro.
Im aktuellen Umfeld werden für Banken und Kunden die Provisionsgeschäfte, also die Vermittlung von Bankleistungen etwa im Bereich Geldanlage oder Vorsorge, immer wichtiger. Folgerichtig wuchs das Provisionsgeschäft im Jahr 2019 mit einem Plus von 3,3 Prozent ebenfalls deutlich.

Nah am Menschen durch Regionalität

Die soliden Betriebsergebnisse und die begonnenen Modernisierungsprozesse machen das Schaltjahr 2020 für Palus zum „Jahr Eins der neuen Volksbank Ludwigsburg“.
Aus den Zukunftswerkstätten im vergangenen Herbst seien gut zwei Dutzend erfolgversprechende Einzelprojekte hervorgegangen, deren Umsetzung bereits gestartet sei.
Neben neuen Chancen und Potenzialen im Privat- und Firmenkundengeschäft gehe es hierbei auch um interne Prozesse, etwa eine modernere Datenverarbeitung sowie der konsequente Ausbau digitaler Kundenservices und Produktangebote.

Ebenso wichtig ist für beide Vorstände die Weiterentwicklung der regionalen Einbettung der Volksbank Ludwigsburg durch eine umfassende Dezentralisierung. „Dies betrifft nicht nur die bereits umgesetzte Regionalisierung des Privatkundenmarktes. Aktuell intensivieren wir auch die Zusammenarbeit mit den genossenschaftlichen Partnerbanken um uns herum, bauen ein neues Förder- und Sponsoringkonzept auf, stehen mit allen Kommunen in einem intensiven Dialog und erweitern auf vielfältige Weise unsere Breitenwahrnehmung“, so Palus.
„Kern der DNA der Volksbank Ludwigsburg“ ist laut Palus die Nähe zu den Menschen, denn die in der persönlichen Beratung gelebte Regionalität sei der stärkste Anker für gegenseitiges Vertrauen: „Auch wenn dies aktuell für die Mitarbeiter etwas mehr Arbeit bedeutet, sind wir doch mit viel Begeisterung und Freude auf einem hervorragenden Kurs, gemeinsam die Modernität der genossenschaftlichen Idee neu zu gestalten: eine auch in Zukunft leistungsfähige und erfolgreiche Genossenschaftsbank von Menschen für Menschen im Landkreis Ludwigsburg.“